Die populäre Netflix US-Serie über die Karateschule „Cobra Kai“ führt rund 35 Jahre später die Geschichte des Kinohits „Karate Kid“ aus dem Jahr 1984 fort. Das große Thema der Geschichte sind die menschlichen Dramen zwischen den Karateschülern, die durch den schlecht ausgebildeten Karate-Trainer im Dojo der Cobras Kais entstehen, weil er ein ungesundes Training lehrt und falsche Werte vermittelt. Meister Miyagi, der Sensei vom Karate Kid Daniel LaRusso (Ralph Macchio) gab seinem Schüler folgenden Ratschlag mit auf den Weg:

„Es gibt keine schlechten Schüler, nur schlechte Lehrer. Lehrer sagen, Schüler machen.“

Meister Miyagi, Pat Morita / 1932 – 2005

Gesundheits-, Wellness-, Fitness- und Sport-Apps erfreuen sich seit Jahren weltweit stark steigender Beliebtheit. Während Sportvereine und Fitness-Studios in der Corona-Pandemie nur eingeschränkt geöffnet oder ganz geschlossen sind, erlebt das ganze Segment digitaler Coaches und Trainingsangebote einen wahren Boom. Die beeindruckenden Zahlen des US-amerikanischen Home-Fitness-Bike Anbieters „Peloton“ belegen beispielhaft den Wachstumstrend dieser jungen Branche eindrucksvoll. So wird das Unternehmen aktuell mit rund 43 Milliarden US-Dollar an der Börse bewertet und konnte in seinem letzten Quartalsergebnis (Q4/2020) erstmals die Umsatzmilliarde knacken. Mit dem Mix aus Hardware in Form des Peloton-Bikes mit Touchdisplay und Software-Lösung mit den täglichen wechselnden gestreamten Online-Kursen konnte Peloton auch in Deutschland im Herbst 2020 bereits rund drei Millionen zahlende Abonnenten überzeugen.

Das derzeit extrem populäre Heimtraining und die digitalen Berater bergen jedoch auch diverse Gefahren für die Nutzer, besonders wenn sie untrainiert und unerfahren sind. Der bekannte und renommierte Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln dazu:

„Ich freue mich natürlich, wenn Menschen aktuell auch zu Hause aktiv sind. Dazu braucht es aber mehr als nur ein App oder ein YouTube-Video. Man braucht Wissen und Kompetenz, damit man Alles richtig macht. Ansonsten drohen Verletzungen oder Überlastungen und das Training hat keinen Effekt.“

Während Therapie- und Gesundheits-Apps als digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) für den ersten Gesundheitsmarkt inzwischen auf Basis des Digitale-Versorgung-Gesetz aufwendig geprüft und auch die Erstattung der Kosten durch die Krankenkassen geregelt ist, gibt es für den zweiten Gesundheitsmarkt mit den zahllosen Health-, Lifestyle- und Fitness-Apps nichts Vergleichbares.

„Bei den meisten Angeboten weiß man doch gar nicht, wer dahintersteckt. Besonders stellt sich die Frage, welche Ausbildung hat der „Vorturner“ und auf welcher Grundlage basieren die Empfehlungen oder die Übungen. Gerade bei den Videos finden sich nur wenig gut ausgebildete Trainer und die Informationen sind nicht selten sogar falsch.“

, weist Dr. Froböse die Gefahren der digitalen Coaching-Apps hin.

Die geprüften DiGA-Lösungen können dagegen komfortabel in einer Übersicht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte online nach Anwendungsweck und wichtigsten Kriterien von jedem Interessierten durchsucht werden: diga.bfarm.de

Der derzeit komplett unregulierte und unübersichtliche Boom-Markt der digitalen Lifestyle-, Health- und Fitness Anwendungen ist aktuell noch ein Eldorado für Tech-Start-ups. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit bis eine unabhängige Überprüfung und Bewertung der Hard- und Software mit ihren digitalen Gesundheitstipps, Trainingsplänen und der Trainer stattfindet, die allesamt mit dem großen Ziel angetreten sind, das Leben der Anwender zu verbessern und gesünder zu machen. Denn in der analogen Welt würde zum Beispiel kein Sportverein oder Fitness-Studio unausgebildete und ungeprüfte Trainer oder gar unzertifizierte Trainingsgeräte seinen Kunden anbieten.

Es braucht stets mehrere Komponenten, um den Menschen in seinem individuellen Training optimal zu unterstützen. Eine Komponente ist das „connected Coaching Concept“ in Zusammenarbeit mit dem vds (Verband Deutscher Sportfachhandel e.V.). SENSE DOJO setzt hier auf den Dialog mit Coaches im Sportfachhandel, Therapeuten und zertifizierten Trainern in Sportvereinen und Fitness-Studios. Im kontinuierlichen Dialog zwischen Coach und Coachee wird gemeinsam ein Trainingsplan erarbeitet und ein gesundes Ziel vereinbart. Dieser Vorgang hilft dem Sportler fokussiert auf Ziele zu trainieren und hinzuarbeiten, die realistisch erreichbar sind. So wird der Körper nicht überfordert und die Gefahr minimiert, dass ein falsches Training durchgeführt wird. Mit SENSE DOJO werden alle Ziele, Recaps und Leistungsdaten des Trainings in einem Dashboard auf dem Smartphone sichtbar und sind so für Lehrer und Schüler jederzeit abrufbar. Diese Daten werden durch den KI-Trainer im SENSE DOJO begleitend analysiert, so dass für den Coachee zu jedem Zeitpunkt das für ihn richtige und passende Training berechnet wird.

Prof. Dr. Ingo Froböse / Bildcredit_Sebastian Bahr

Ingo Froböse ist Universitätsprofessor für Prävention und Rehabilitation im Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln (SpoHo). Er ist dort Leiter des Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung und Leiter des Instituts für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation. Daneben ist er wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation GmbH (IQPR GmbH). In seiner ersten Karriere war Ingo Froböse früher selbst Spitzensportler und gewann bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1981 Silber über 100 Meter. Mit Ratgebern und Fachbüchern wie „Die Gesundheits­formel der 100-Jährigen“, „Die Formel Froböse: Der Wegweiser für ein vitales und gesundes Leben“ und „Wie Du zum TOP-Gamer wirst. Nachhaltig Leistung, Fitness und Stressresistenz steigern“ hat Dr. Froböse sich auch außerhalb von Lehre- und Forschung bei jungen und älteren Lesern einen exzellenten Ruf erarbeitet. 

–> Sporthochschule Köln Prof. Dr. Ingo Froböse
–> Homepage Ingo Froböse

https://diga.bfarm.de/de